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Hormone
Keine Scheu vor dem bedrohlichen Medizinbegriff: Hormone. Das sind Botenstoffe, die in Drüsen produziert werden, dann über das Blut bis in die kleinste Körperzelle gelangen und dort wirken. Doch ähnlich wie ein Schiff den Hafen braucht, um seine Ware zu löschen, braucht das Hormon einen Rezeptor, um sein Wirken zu entfalten. Wichtig zu wissen ist, nahezu alle Hormone nehmen mit dem Älterwerden ab. Und gleichermaßen werden auch die Organe älter, krankheitsanfälliger. Die frühere Meinung, Hormone werden geringer, weil man älter wird, ist heute nicht mehr vertretbar. Richtig ist, man wird älter, weil die Hormone weniger werden. Zum Beispiel: Schon weit vor den Wechseljahren fällt das Gelbkörperhormon ab, dessen Mangel verschiedene Beschwerden auslösen kann, wie Kopfschmerzen, Venenleiden, Wassereinlagerungen vor der Periodenblutung und daraus resultierende Gewichtszunahme, eventuell Schlafstörungen und unklare Wehmut. Wird der Mangel früh genug erkannt, so kann heute mit natürlichen Gelbkörperhormonen (gewonnen aus der Yams-Wurzel) entgegengewirkt werden. Aber jede Hormontherapie ist sehr individuell und abhängig von der Lebenssituation, genetischen Prägungen und vielen anderen Faktoren, die nur der Fachmediziner in einem ausführlichen Gespräch in einer entsprechenden Untersuchung klären kann.
Lauschen Sie Ihrem Hormonorchester – Hormone regeln Ihren Körper.
Damit Sie ein Gefühl für diese komplexe biochemische Symphonie in Ihrem Körper bekommen, sollten Sie alle Musiker kennenlernen. Jedes Hormon hat eine bestimmte Funktion. Aber nur gemeinsam bringen sie Körper und Seele harmonisch zum Schwingen. Es gibt 18 Hormontypen, die für Ihr Wohlbefinden verantwortlich sind und die untereinander kommunizieren.
Lernen Sie, dem Hormonorchester zu lauschen. Hören Sie zum Beispiel hin, wenn Sie Alkohol trinken. In dem Falle kann die hormonelle Balance schnell umkippen. Unter anderem wird dadurch zu viel Östrogen gebildet, was wiederum Haut, Brust und sonstige Geschlechtsorgane belastet. Sie fühlen sich wie erschlagen, matt. Ihr Hormonorchester spielt falsch.
So spielt das Königshormon Östrogen:
Um uns zu sensibilisieren für das Zusammenspiel der Hormone, um zu erkennen, wer falsch spielt, woher Misstöne kommen, müssen wir jedes einzelne Hormon kennenlernen. Beginnen wir mit dem Königshormon, dem Östrogen. Es gilt als das typisch weibliche Geschlechtshormon. Es sorgt vor allem dafür, dass Sie alle äußeren Attribute einer Frau haben und ist verantwortlich für den Eisprung, die Menstruation, die Geburt und Milchproduktion nach der Geburt. Es wird hauptsächlich im Eierstock gebildet. Doch nach neuesten Erkenntnissen weiß man, dass Östrogen auch in der Haut, in den Blutgefäßen und sogar im Gehirn produziert wird. Die Menge wird über die Hirnanhangdrüse und die übergeordnete Drüse Hypophyse reguliert. Das Östrogen entfaltet vor allem seine Wirkung in der Zeit vor dem Periodenbeginn bis zum Eisprung.
Gelbkörperhormon:
Gelbkörperhormon – die Beauty-Queen.
Schönes Haar, feste Nägel, glänzendes Haar sind keine Zauberei. Sicher haben Sie von Frauen gehört, die besonders schön in der Zeit ihrer Schwangerschaft sind. Dieses Geschenk haben sie einem Hormon zu verdenken – dem Gelbkörperhormon oder auch Progesteron genannt.
Das Progesteron ist der Gegenspieler, aber auch der Mitspieler des Östrogen. Es wird nach dem Eisprung ausgeschüttet und sorgt dafür, dass die Schleimhaut, die in der Gebärmutter durch das Östrogen aufgebaut wurde, wieder abgebaut wird, wenn keine Befruchtung stattgefunden hat. Dabei entfaltet es seinen verschönernden Effekt. Aber Progesteron kann noch mehr. Als eines der wenigen Hormone kann es die Bluthirnschranke überwinden und im Gehirn seine Wirkung entfalten: Ein Progesteronmangel kann so zu Schlafstörungen führen.
Und so stellen Sie fest, ob Ihr Progesteron aus der Reihe tanzt:
Schlafstörungen, Ängstlichkeit, depressive Zustände in der zweiten Periodenhälfte, Bindegewebsschwäche, Krampfadern, Nachlassen der Hautelastizität, Wassereinlagerungen in der zweiten Zyklushälfte.
Was tun bei Mangel ?
Einnahme zum Beispiel von Hopfen-Dragees, aber auch natürliche Progesterone (gewonnen aus der Yams-Wurzel).
Was tun bei Überschuss ?
Ursache könnte die Einnahme von künstlichem Progesteron (Gestagen) sein, das in der Pille enthalten ist oder in den Wechseljahrspräparaten.
Tip: Um eine adäquate Hormontherapie bei einer Mangelsituation sowohl bei Östrogen- als auch Progesteronmangel richtig durchzuführen, so ist Ihre individuelle Persönlichkeit in den Mittelpunkt zu setzen zusammen mit den abgenommenen Hormonwerten (Laborparameter). Erst dann kann man die individuelle hormonelle Bedürftigkeit oder Nicht-Bedürftigkeit entsprechend klar einordnen und bestimmen.
Ernährung:
Fakt ist: Man ist, was man isst. Fakt ist aber auch, dass Diäten oft nicht den Erfolg langfristig bringen, den man sich wünscht. Am Ende bleibt ein frustrierter Nachgeschmack. Und wo bleibt der Genuss ? Wir versprechen, dass der Genuss nicht auf der Strecke bleiben wird und Sie darüber hinaus Ihren eigenen Körper genießen und erlernen werden.
Um einen ausgewogenen Ernährungsplan für ein ganzes Jahr aufzustellen, an dem auch noch die Familie Spaß hat, sollten Sie einige wichtige Ernährungsgrundlagen kennenlernen: Unsere Nahrung setzt sich aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten zusammen.
1. Fette sind Ihre Energietankstelle.
In der Regel dienen die Fette zur Energiegewinnung, d.h. die Fette werden verbrannt und als Energien in einzelnen Zellsystemen verteilt. Ist ein Übermaß an Fetten vorhanden, so wird nicht alles verbrannt, sondern der Überschuss an die Fettzellen abgegeben wie ein Depot. Bei einer Frau sieht man dies deutlich im Bereich der Oberschenkel und um den Nabel herum als Schwimmreif. Früher zeichnete dieser Schwimmreif Frauen aus, die ihren Nachwuchs durch Hungerperioden bringen konnten.
Tip: Messen Sie Ihren Hüftumfang: Mehr als 92 ist immer alarmierend. Lassen Sie Ihren Hausarzt prüfen, ob eine Stoffwechselstörung vorliegt. Das lässt sich über ein Blutbild schnell klären.
2. Kohlenhydrate machen Ihr Hirn fit.
Kohlenhydrate sind Nahrungsbestandteile, aus deren Spaltung Zucker entsteht. Zum Beispiel: Kauen Sie längere Zeit Brot, nach ein paar Minuten werden Sie feststellen, es schmeckt süß.
Eine amerikanische Geschichte: In den 70er Jahren glaubte man, dass Dicksein allein durch Fettzufuhr entsteht. So stellte man die Nahrung auf Kohlenhydrate um. Der Effekt: Die Leute wurden noch dicker. Daraufhin warnte das amerikanische Gesundheitsministerium vor dem Verzehr von Zucker, Fertigprodukten und Weißmehl. Man habe erkannt, dass diese Lebensmittel extrem viele Kohlenhydrate enthalten. Der Körper spaltet diese in Zucker auf und produziert dabei Insulin. Dieses Hormon soll den Zucker in den Muskel transportieren. Aber ein Übermaß an Insulin macht Fettzellen fetter.
Tip: Blutzuckerindex heißt das Zauberwort. Jedes kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel hat einen Zuckerindex. Eine Liste über den Gehalt erhalten Sie bei den Lebensmittelinstituten, Apotheken oder im Internet. Faustregel: Meiden Sie grundsätzlich Nahrungsmittel mit einem hohen Zuckerindex.
3. Eiweiße sind Bausteine Ihres Lebens.
Diese setzen sich zusammen aus 20 Aminosäuren, sogenannte Bausteine des Lebens. Es existieren 20 Aminosäuren, aus denen unsere Gene gebildet werden. Aus Eiweißen werden Muskeln, Hormone, Haut, Haare und Enzyme gebildet. Zehn Aminosäuren werden über die Nahrung aufgenommen (Hülsenfrüchte, Fisch, Eier usw.). Mit den Jahren nimmt der Fettabbau ab und der Muskelabbau zu. Ursache: Zu wenig Eiweiß. Dieses ist nämlich mit der Reparatur und Regeneration aller Körperzellen beschäftigt.
Tip: Sie können Ihren Gesamteiweißspiegel bei Ihrem Hausarzt kontrollieren lassen.
Normalwert: 8 g/dl. Bei Defizit führen Sie Ihrem Körper einfach eiweißhaltige Nahrung zu.
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