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Altern
Stellen Sie sich vor, Sie sind 90 Jahre, freuen sich auf den Tag, weil Sie mit einem Altersgenossen eventuell Squash spielen, danach in ein Hotel gehen und mit Ihrer Frau bei einem Gläschen Champagner auf die 60 Jahre ihrer Ehe zurückblicken.
Am nächsten Tag haben Sie ebenfalls vor, mit den Enkelkindern etwas zu unternehmen, wie zum Beispiel Rollerblading.
Ist das, was ich eben beschrieb, Unsinn ?
Gehen wir davon aus, dass im Gehirn ein sogenanntes Alterungszentrum besteht, welche das Altern beeinflusst. Eine der chemischen Transmitter bzw. Überträger ist das Melatonin, welches in einer kleinen Drüse, der Zirbeldrüse (Epiphyse) ausgeschüttet wird.
Dieses Hormon hat einen ungeheuren Einfluss auf den Alterungsprozess, was ich im Nachhinein näher klären werde.
Nun schließen Sie die Augen und denken Sie darüber nach, was für Sie ein alter Mensch bedeutet: Wahrscheinlich uralt, gebrechlich, kaum normal laufen könnend und in jedem Falle schwächer, kränker werdend, teilweise mit mehreren Erkrankungen, die dem alten Menschen große Schwierigkeiten bereiten, dann als Schluss des Lebens die Pflege, d.h. die Abhängigkeit von der Umgebung. Zu diesem körperlichen Verfall gehört auch in der Vorstellung der geistige Verfall. Wie oft wurden Sie, das geht schon mit 45 – 50 Jahren los, vom Arzt, von ihrer Umgebung belehrt, dass zum Beispiel der hohe Blutdruck, dass die Schlafstörungen nun halt mal so seien, weil Sie älter werden ?
Das Altern war bisher auch in der Vorstellung vieler Ärzte das Entstehen zahlreicher degenerativer Erkrankungen, die mit dem Ableben enden.
Es geht aber nicht darum, wie das bisher immer wieder geschieht und geschah, an einzelnen Symptomen herumzudoktern, sondern den ganzen Menschen in die medizinische Diagnostik und Therapeutik mit einzubeziehen.
Ja, es gab sogar in Amerika Bestrebungen eines Wissenschaftlers, sich seinen sinngemäßen Satz: „Das Älterwerden ist eine Krankheit“ patentieren zu lassen.
Mit dem Älterwerden werden nahezu alle Hormonsysteme, die ganz entscheidend für Ihre Stimmungen, für unsere körperliche Unversehrtheit, für die Fortpflanzung, für die Stoffwechselprozesse im Körper verantwortlich sind, in ihrer Quantität und Qualität nachlassen.
Sie dürfen sich die Hormone nur in Zusammenarbeit mit dem gesamten Nervensystem und dem Immunsystem vorstellen. Dies sind komplexe, komplizierte Mechanismen, die noch lange nicht insgesamt erforscht sind.
Die Epiphyse bzw. Zirbeldrüse gilt auch in wissenschaftlichen Kreisen als die sogenannte Altersuhr.
Die Zirbeldrüse produziert das Melatonin, ein Hormon, das unseren täglichen Tag- und Nachtrhythmus reguliert, der Melatoninspiegel wird in der frühen Kindheit am höchsten gemessen.
Ganz allmählich wird die Melatonin-Produktion aus der Zirbeldrüse geringer, und schon ab dem 50. Lebensjahr erfolgt eine erhebliche Abnahme mit klinisch sichtbaren Mangelreaktionen, die man nur dann mit einem Melatoninmangel in Beziehung setzen kann, wenn man Kenntnis über die Art und Weise der Regulation des Melatonins hat.
Mit dem Älterwerden nimmt die Funktion sagen wir der Altersuhr allmählich ab.
Sie müssen sich vorstellen, dass die Zirbeldrüse, die Altersuhr, sich nach den sogenannten Sexualhormonen ausrichtet (Östrogene, Testosterone, DHEA, Prolaktin) und durch ein Abfallen der Produktion der Sexualhormone weniger Melatonin produziert, und das geschieht vor allem in der Zeit nach den reproduktiven Phasen des Lebens.
Genau wie Frauen mit dem Älterwerden und den entsprechenden Symptomen wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Stimmungsschwankungen bis zu Depressionen, Schlafstörungen usw. Sexualhormone wie Östrogene und Gelbkörperhormone erhalten, macht die Einnahme von Melatonin bei Abfall einen tiefen Sinn, um die Altersuhr quasi wieder zu reparieren.
Jeder Mensch hat eine gleichbleibende Körpertemperatur von 37°, es sei denn es kommen Infektionen und andere Krankheiten zustande, die die Körpertemperatur verändern.
Die neuen Forschungen zeigen, dass es ganz wesentlich ist, mit dem Älterwerden die Körpertemperatur minimal nach unten zu verändern. Dies erreicht man auch durch die abendliche Gabe von Melatonin und dadurch, mehrmals in der Woche im Sinne des „Dinner-Canceling“ ab 16 Uhr keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen.
Dies senkt die Temperatur etwa um 0,5° und bedingt damit ein Zurückdrängen des Alterungsprozesses.
Es kommt durch das Nicht-Essen und Melatonin zur sogenannten Ökonomisierung der Zellen, d.h. die Zellteilung findet weniger statt. Die Zellteilung findet normalerweise in massiver Größe statt, wenn Essen zugeführt wird und dadurch freie Radikale entstehen und innerhalb der Zelle, in der sogenannten Atmungskette, Energie für den Körper geliefert wird.
Allerdings rate ich niemandem, Melatonin wahllos einzunehmen, sie in Drogerien zu kaufen und dadurch eventuell eher Nachteile als Vorteile zu erhalten. Melatonin ist kein Allheilmittel, auch kein „Glücksbringer“, der alles wieder in Ordnung bringt. Die günstige, wohltuende Wirkung ist erst nach einer gewissen Zeit bemerkbar.
Ich empfehle Ihnen, Melatonin kurz vor dem Schlafengehen einzunehmen, wobei die Melatonindosis entscheidend von Ihrem Alter abhängt. Zum Beispiel bei einem Alter um die 40 Jahre empfehle ich eine Melatoninmenge, gewonnen aus natürlichen Substanzen, der Yams-Wurzel, von 1 mg zur Schlafenszeit.
Ab 45 Jahren 1 – 2 mg, ab 55 bis 64 Jahren 2 – 2,5 mg und ab 65 Jahren bis 75 Jahren 2,5 – 5 mg.
Melatonin ist ein ausgezeichnetes, nicht abhängig machendes Schlafmittel, das vor allem den Schlaf bahnt, keine Nebenwirkungen wie die üblichen Schlafmittel hat und vor allem nicht abhängig macht.
Sehen Sie das Melatonin als einen Körperstoff, der mit dem Älterwerden verringert wurde und nur durch die externe Gabe wieder angehoben werden kann. Melatonin beeinflusst ihre Stresssituation sehr günstig. Vor allem erfolgt auch ein Schutz der Herzfunktion. Hinzu kommt ein Schutz des gesamten Immunsystems.
Sollten Sie zu Melatonin Fragen haben, so wenden Sie sich an unsere Praxis bzw. geben Sie Ihre Anfragen schriftlich per E-Mail weiter.
Wir werden Sie gerne und zügig beantworten.
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